Was hat die Porosität der Haare mit den Ölen zu tun? Alle Öle wurden so entwickelt, um einen konkreten Haartyp auf beste Weise zu pflegen? Es gibt:

  • Haare mit geringer Porosität – sind glatt, glanzvoll und gesund, schwer zu färben, zu stylen und auch zu föhnen. Die Haarschuppen liegen dicht an. Für diesen Haartyp sorgen die gesättigten Öle.
  • Haare mit normaler Porosität – sind gesund und leicht zu stylen. Die Haarschuppen stehen leicht ab. Für Pflege eines solchen Haartyps werden die einfach ungesättigten Öle empfohlen.
  • Haare mit hoher Porosität – zu dieser Gruppe gehören lockige, aufgeblähte und elektrisch aufgeladene Haare. Das sind stark geschädigte Haare, leicht zu feuchten, zu föhnen und zu färben. Die Haarschuppen stehen stark ab. Für die Pflege solcher Haare verwenden Sie mehrfach ungesättigte Öle, denn auf diese Weise verbessern Sie ihre Kondition.

Außer den Haaren mit geringer, normaler und hoher Porosität gibt es ebenfalls Haare mit normaler Porosität mit Neigung zur hohen Porosität oder geringen Porosität.

Wie bestimmen Sie Porosität Ihrer Haare?

Hilfreich sind folgende Methoden: Sehmethode, Berührungsmethode, Mehl-, Wasser- und Kokosöl-Test. Den Zustand Ihrer Haare können Sie auch in einer Trichologie-Praxis prüfen. Worin besteht ein solcher Eingriff? Der Arzt untersucht unter dem Mikroskop Dicke und Länge der Haare, Kondition der Haarspitzen und Kopfhaut. Nach einer Weile bekommen Sie die Ergebnisse. Sie können auch den Arzt um konkrete Kosmetikprodukte für Haarpflege bitten. Er sollte Ihnen helfen. Und worin bestehen die konkreten Methoden der Bestimmung der Haarporosität?

Sehmethode: beobachten Sie Ihre Haare. Wie sehen sie nach Föhnen oder Waschen aus? Sind sie an regnerischen Tagen aufgebläht, glanzlos oder schwer zu stylen? Wenn ja, dann haben Sie die Haare mit hoher Porosität. Wenn Ihre Strähnen immer gut aussehen, unabhängig vom Wetter, besitzen Sie die Haare mit normaler oder geringer Porosität.

Berührungsmethode: wie fühlt sich ein Haar an? Wenn es rau und verdreht ist, haben Sie die Haare mit hoher Porosität. Und ein glattes und gerades Haar deutet nämlich darauf hin, dass Ihre Haare geringe Porosität besitzen. Vergessen Sie nicht, dass vor dem Test alle Kosmetikreste, u. a. Silikone, entfernt werden sollten.

Mehltest: bestreuen Sie ein Haar mit Mehl. Sie besitzen die Haare mit hoher Porosität, wenn sie voll mit Mehl bedeckt werden sein. Eine geringe Menge am Mehl bedeutet, dass Sie die Haare mit geringer Porosität haben. Diese Methode ist leider unglaubwürdig, denn das Ergebnis des Tests kann durch Sebum und Kosmetikreste beeinträchtigt werden.

Wassertest: ein paar Haare tauchen Sie ins Gefäß mit Wasser. Diese Haare, die auf den Boden fallen, besitzen hohe Porosität. Wegen der stark geöffneten Schuppenschicht zieht das Wasser schnell in die Haarstruktur ein, deshalb werden sie immer schwerer. Und die Haare, die sich über Wasser halten, sind die Haare mit geringer Porosität.

Kokosöl-Test: auf die Haare tragen Sie das Kokosöl auf. Nach circa einer Stunde waschen Sie die Haare. Wenn die Strähnen aufgebläht und glanzlos sind, besitzen sie hohe Porosität. Die Haare mit geringer Porosität bleiben glatt und glanzvoll.

Ist es möglich, die Haarporosität zu ändern?

Natürlich! Die Haare mit hoher Porosität können dank der richtigen Pflege normale oder geringe Porosität bekommen. Alles ist davon abhängig, wie Sie Ihre Haare und Kopfhaut pflegen. Dank der Anwendung der richtigen Kosmetikprodukte können Sie auf sichtbare Weise die Kondition der Strähnen verbessern, die Haarspitzen regenerieren und die Kopfhaut nähren. Die Porosität der Haare lässt sich leider auch erhöhen. Häufige Haarfärbung, Haarstyling mit hoher Temperatur, Kosmetikprodukte mit schädlichen Substanzen, Wirkung der Sonnenstrahlen und der freien Radikalen haben auf den Haarzustand einen negativen Einfluss.